Wahlprogramm 2016

 

 

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Präambel:

 

Wir haben unsere Wählervereinigung Junges Offenbach e.V. gegründet, um der breiten Masse an jungen Offenbachern ein parteibuchunabhängiges Sprachrohr im Stadtparlament zu sein.

Mit Blick auf die momentanen 71 Mandatsträger stellen wir fest, dass Offenbacher Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Stadtverordnetenversammlung nicht adäquat repräsentiert werden.

 

Am 18.12.2014 gründeten wir, damals bestehend aus 10 (ehemaligen) Schülern der Albert-Schweitzer-Schule, Edith-Stein-Schule, Leibnizschule, Rudolf-Koch-Schule und Theodor-Heuss-Schule, unsere Wählervereinigung Junges Offenbach e.V. auf der Offenbacher Kinder- und Jugendfarm.

 

Unser 19 Personen umfassender Wahlvorschlag setzt sich zum Großteil aus Auszubildenden und Studenten zusammen. Des Weiteren kandidieren für uns einige Personen, die schon seit Jahrzehnten in Lohn und Brot stehen.

 

Wir alle hegen (zum Teil unterschiedliche) Parteisympathien, doch darüber hinaus geht bei uns allen die Verbundenheit zu unserer Heimatstadt Offenbach. Wir sind keine Politiker, wir sind Offenbacher, die sich unabhängig jeglichen Parteigeplänkels für ihre Heimatstadt engagieren wollen.

 

Mit Blick auf die geringe Wahlbeteiligung der Offenbacher Kommunalwahl 2011 (33,8%) und die heute im Aufschwung befindlichen politischen Extreme, wollen wir allen, von den etablierten Parteien Enttäuschten, die 2016 zum Nichtwählen oder gar politische Extreme wählen tendieren, eine Option sein.

Wir raten allen Wahlberechtigten ihren demokratischen Aktionsradius auszunutzen und am 06.03.2016 wählen zu gehen. Je höher die Wahlbeteiligung ausfällt, umso weniger Wert wird der Teil an Stimmen für politische Extreme. In unserem multikulturellen Offenbach ist kein Platz für jegliche Form von Fremdenhass. Schon gar nicht im Parlament!

 

Wo sind wir auf der Parteienlandkarte zu finden? Nirgendwo. Wir sind keine Partei! Uns geht es um das Wohl unserer Heimatstadt Offenbach und all ihrer Einwohner.

 

Bildung:

 

Berufsinformationsprogramm:

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Offenbacher Schulabbrecherquote gesenkt werden muss.

Um dies zu verwirklichen, muss ein flächendeckendes Berufsinformationsprogramm eingeführt werden.

Es darf nicht sein, dass beispielsweise ein Gymnasiast in seiner gesamten Schullaufbahn nur einen verpflichtenden Berufsinformationstag in der IHK erlebt und ihm des Weiteren (auf freiwilliger Basis) lediglich ein Beratungsgespräch mit einem Berater des kommunalen Jobcenters in der Schule angeboten wird.

Das ist zu wenig!

Schülern muss von Anfang an klar gemacht werden, welche Möglichkeiten ihnen durch einen Schulabschluss offenstehen. Ein Berufsinformationsprogramm (Kooperation der Stadt [Jugendamt und Arbeitsamt] und der IHK [Ausbildungsbetriebe]), das bereits im Kindesalter einsetzt, soll den Kindern und Jugendlichen die Chancen, die ihnen ein spezifischer Schulabschluss bietet, praktisch vor Auge führen.

Das Berufsinformationsprogramm sollte mit der 4. Klasse starten. Im Grundschulalter können den Kindern die Berufe des Handwerks spielerisch näher gebracht werden, währenddessen in der weiterführenden Schule verstärkt Berufsbilder aus dem Dienstleistungssektor vorgestellt werden.

So werden die Schüler angespornt, auf ein bestimmtes Berufsbild hinzuarbeiten. Im gleichen Atemzug wird den Schülern ein weites Spektrum an Berufen präsentiert und die Engstirnigkeit genommen, nur nach den allseits bekannten Jobs (Arzt, Anwalt etc.) zu streben.

 

Wohnen in Offenbach:

 

Wohnen in Offenbach:

Wir können nachvollziehen, dass die Stadtverantwortlichen mit teuren und attraktiven Wohnkomplexen bzw. -vierteln eine kaufkräftige Klientel nach Offenbach lotsen möchten und auf Mehreinnahmen im Bereich der Einkommenssteuer hoffen. Dies darf allerdings nicht auf Kosten von Offenbacher Bürgern geschehen. Es darf nicht darum gehen, Offenbach zu vergolden. Vielmehr muss dafür gesorgt werden, dass alle Offenbacher ein für sie bezahlbares Dach über dem Kopf haben und behalten. Dementsprechend muss von Seiten der Kommunalpolitiker alles ihnen Mögliche getan werden, um die Mieten in Offenbach nicht in die Höhe schießen zu lassen.

Den aus dem Boden sprießenden Luxuswohnungen muss langsam Einhalt geboten werden. Es muss vielmehr im Interesse der Stadt liegen sozialen Wohnungsbau zu fördern. Der Durchschnittsoffenbacher ist kein reicher Sportwagenfahrer, sondern ein hart arbeitender Erwerbstätiger.

 

Familienfreundliches Wohnen:

Neubaugebiete mit Grünanlagen sollten nur unter der Voraussetzung von familienfreundlichem Wohnen von städtischer Seite aus genehmigt werden. Unter familienfreundlichem Wohnen stellen wir uns vor, dass Grünanlagen Spielgeräte, eine Möglichkeit zu grillen und die Möglichkeit Fußball zu spielen, bieten.

 

Studentenwohnheim:

In letzter Zeit nehmen Kooperationen zwischen Offenbach und Frankfurt immer mehr zu. Warum sollte sich also ein gemeinschaftlicher Bau eines Studentenwohnheims auf Offenbacher Grund nicht realisieren lassen? Studenten, die nicht aus der Rhein-Main-Region kommen, aber in Offenbach oder Frankfurt studieren, könnte eine bezahlbare Studentenwohnung geboten werden und Offenbacher Studenten könnten zu Hause ausziehen und an Unabhängigkeit gewinnen.

Jungen Menschen auf dem Weg zur studierten Fachkraft ein bezahlbares Dach über den Kopf zu ermöglichen, ist unserer Vorstellung nach nur ein Anfang.

 

Kultur:

 

Kulturpass:

Kultur ist kein exklusives Gut, dass für einen elitären Kreis bestimmt ist. Kultur ist im Leben inklusive und der Zugang sollte keinem Menschen aufgrund mangelnder finanzieller Mittel verwehrt bleiben. Unser Vorsitzender Dominik Imeraj hat 2012 in seiner damaligen Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Offenbacher Kinder- und Jugendparlaments einen Antrag auf einen Kulturpass für Kinder und Jugendliche, die in finanziell schwächer gestellten Familien leben, über den städtischen Jugendhilfeausschuss ins Stadtparlament eingebracht. Leider kam der Antrag nicht über den Status der Prüfung hinaus. Uns ist es ein Anliegen den Kulturpass in Offenbach für Kinder und Jugendliche zu verwirklichen.

Der Kulturpass verfolgt den Zweck, Menschen einen günstigen Eintritt zu kulturellen Stätten zu gewähren.

Über 5.000 Kinder zwischen 6 und 18 Jahren leben in Offenbach in Familien, die Sozialhilfeleistungen im Sinne des Sozialgesetzbuches II (Hartz IV) beziehen. Die Tatsache, dass jemand in ärmere Verhältnisse hineingeboren wird, darf nicht in gesellschaftlicher Ausgrenzung münden.

Damit der Kulturpass nicht zu einem sozialen Brandzeichen mutiert, fordern wir den Kulturpass für alle Offenbacher Kinder und Jugendlichen.

Gerade in den frühen Lebensjahren ist es wichtig kulturelles Interesse zu wecken. Durch niedrige Eintrittspreise könnte jungen Offenbachern z.B. ein Museumsbesuch schmackhafter gemacht werden.

 

Kostenloses Lichterfest:

Das Lichterfest muss jedem Offenbacher offenstehen, egal ob arm oder reich. Wir können den Aspekt der Begrenzung der Besucherzahl aus Sicherheitsgründen nachvollziehen, jedoch lassen sich kostenpflichtige Eintrittskarten mühelos durch kostenlose Zählkarten ersetzen. So wäre garantiert, dass jeder interessierte Offenbacher die Chance hat, am Lichterfest teilzunehmen.

 

Kulturelle Veranstaltungen für die Offenbacher Jugend:

Im Veranstaltungsbereich für junge Offenbacher wird zu wenig von städtischer Seite getan. Wünschenswert ist die Bereitstellung finanzieller Mittel für 2 Veranstaltungen pro Monat. Unter Veranstaltung verstehen wir Events wie: Jugendkonzerte, Poetry Slams und Sportturniere verschiedenster Art.

 

Integrationslotsen:

Die Offenbacher Bevölkerung weist einen Anteil von 34% Nichtdeutschen auf  (Stand 31.12.2013). Uns ist es ein Anliegen, dass jeder in Offenbach lebende Bürger die Grundlage besitzt am gesellschaftlichen Leben zu partizipieren. Wir sprechen uns für die Schaffung eines Pools an Integrationslotsen aus, die Neubürgern und alteingesessenen Offenbacher Bürgern nichtdeutscher Abstammung, z.B. bei Behördengängen, Vertragsabschlüssen u.Ä. beratend zur Seite stehen. Die Integrationslotsen sollen grundlegend ehrenamtlich agieren, durch die Stadt, aber eine Aufwandsentschädigung durch Vergünstigungen bei Veranstaltungen der Stadt Offenbach erhalten.

 

Sprachkatalog:

Ergänzend zu den Integrationslotsen soll ein Sprachkatalog in möglichst vielen verschiedenen Sprachen bei Behördengängen etc. weiterhelfen. Der Sprachkatalog soll in gedruckter Form erhältlich sein und möglichst alltägliche Abläufe übersetzen.

 

Ausbau von Sprachförderkursen:

Mit Blick auf den Integrationsbericht der Stadt Offenbach lässt sich die Notwendigkeit vom Ausbau an Sprachförderkursen erkennen. Der Erwerb von Sprachkenntnissen ist grundlegend, um am gesellschaftlichen Leben zu partizipieren. Wir sind für einen Ausbau des Angebots an Sprachförderkursen.

 

Bibliothek der Dinge:

Im Stadtteilbüro am Goetheplatz wurde im Oktober 2015 ein Foodsharing-Regal aufgestellt.

Wir würden es begrüßen, in dieser Manier in jedem der Offenbacher Stadtteilbüros jeweils eine „Bibliothek der Dinge“ zu etablieren. Ob Akkuschrauber oder Mixer, eine „Bibliothek der Dinge“ würde jedem Offenbacher in manch einer Situation weiterhelfen.

 

Kinder und Jugend:

 

Jugendcafé:

Die Offenbacher Kinder- und Jugendfarm bedient seit über 10 Jahren die Bedürfnisse der kleinen Offenbacher, doch wohin mit den Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen?

Unserer Auffassung nach muss es in Offenbach einen Ort geben, der es Jugendlichen erlaubt sich mit Gleichaltrigen zu treffen, zu kommunizieren, zu spielen, zu lernen und gemeinsam Spaß zu haben.

Das Jugendcafé soll eine kleine Bühne haben, damit junge Bands hier Platz finden, ihre Musik einem jungen Publikum zu präsentieren. Ein Lernraum soll Schülern und Studenten die Chance bieten zu lernen bzw. Präsentationen vorzubereiten. Des Weiteren sollen sich Snacks und Getränke, die im Jugendcafé verkauft werden, durch jugendfreundliche Preise auszeichnen.

Der Jugendcafébetrieb sollte nicht im Rahmen einer pädagogischen Betreuung erfolgen, sondern frei von jeder Art von erzieherischen Maßnahmen. Die jungen Menschen sollen ein Gefühl der Freiheit verspüren und sich frei entfalten können.

Wir schlagen vor, dass das Jugendcafé seinen Platz in einer in der Innenstadt zentral gelegenen städtischen Immobilie findet. Weiterhin sollte das Jugendcafé von einem Trägerverein als Non-Profit-Organisation betrieben und von städtischer Seite aus unterstützt werden.

Sollte sich kein Trägerverein finden, erklären wir uns bereit der Offenbacher Jugend mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um eben diesen Trägerverein zu gründen.

Der Verein könnte des Weiteren Studenten als geringfügig Beschäftigte anstellen, um Studentenjobs zu schaffen und den jungen Geist der Gäste auch im Verwaltungsteam widerzuspiegeln.

 

Kinder- und Jugendparlament:

Ein Teilbereich der Kinderrechte wird unter dem Begriff „Partizipation“ geführt. Das Kinder- und Jugendparlament (KJP) ermöglicht jungen Offenbachern eben diese politische Teilhabe und stellt für uns ein Flaggschiff außerschulischer Jugendarbeit dar.

In ihrer Funktion als Delegierte des Kinder- und Jugendparlaments lernen Offenbacher Kinder und Jugendliche den kommunalpolitischen Entscheidungsapparat kennen und werden bereits in jungen Jahren für politisches bzw. gesellschaftliches Engagement begeistert.

Es ist klasse zu sehen, wie viele Kinder und Jugendliche sich im Kinder- und Jugendparlament für ihre Heimatstadt Offenbach einsetzen.

Unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Schulform und Religion im Kinder- und Jugendparlament kann sich jeder Offenbacher Schüler engagieren.

Wir wollen die Arbeit des Kinder- und Jugendparlaments weiter publik machen und unterstützen. Wenn Offenbachs finanzielle Situation nicht dermaßen prekär wäre, würden wir an dieser Stelle eine Aufstockung des KJP-Haushalts fordern.

Um den Aktionsradius des Offenbacher Kinder- und Jugendparlaments zu erweitern, fordern wir für das KJP ein direktes Antragsrecht in die Stadtverordnetenversammlung.

 

Saubere Spielplätze:

Wir fordern eine höhere Frequentierung der Reinigung von Offenbacher Spielplätzen. Offenbacher Eltern sollten ihre Kinder unbesorgt auf Spielplätzen toben lassen können. Ein häufiges Bild sind jedoch überquellende Mülleimer, Glasscherben, Zigarettenstummel und vor allem aufgestellte Rattenfallen rund um Spielplätze, die das Müllproblem verdeutlichen.

 

Stadtbild:

 

Marktplatzumbau:

Der Wilhelmsplatz ist durch den Wochenmarkt, der drei Mal wöchentlich stattfindet, der lebendigste Platz unserer Heimatstadt. Wir sprechen uns entschieden gegen kostspielige Umbaumaßnahmen aus, die nicht nur die Stadt, sondern auch die Hausbesitzer in finanzielle Unkosten stürzen. Statt unnötig nicht vorhandenes Geld auszugeben und den Haushalt zukünftiger Jahre zu belasten, sollte in kleinerem Maße in Begrünung der Innenstadt, Sanierung und Farbe für Fassaden und Bürgersteige investiert werden. Fährt man mit der Rolltreppe an der S-Bahnstation Marktplatz nach oben, gewinnt man einen tristen und grauen Eindruck Offenbachs. Der erste Eindruck zählt!

Uns geht es nicht darum, über die Innenstadt einen Farbtopf voller greller Farben auszuschütten. Vielmehr geht es uns darum, gezielt mit künstlerischen Verzierungen (z.B. durch Offenbacher Wahrzeichen) eine lebendigere und heimische Atmosphäre zu schaffen. Auch Themen wie Umwelt und Sport sollten sich auf den großen Flächen in der Innenstadt wiederfinden.

Eine farbenfrohe Aufwertung der Innenstadt sollte zudem einen Bildungseffekt erfüllen. An einigen Stellen könnte (ähnlich wie an der Bahnüberführung Bieberer Straße) durch Kunst für das Handwerk geworben werden. Etwas Derartiges muss an einem zentralen Platz in der Innenstadt einem breiteren Publikum vor Augen geführt werden.

Lebensfrohes BUNT statt tristes Grau!

 

Bürgerbeteiligung und politische Transparenz:

 

Bürgerbeteiligung:

Die sehr gut besuchte Auftaktveranstaltung des Masterplan-Forums im März 2015 verdeutlicht, dass viele Offenbacher Interesse daran haben, die Zukunft ihrer Heimatstadt mitzugestalten. Dass die Detailgruppen jeweils nur Platz für eine Handvoll Bürger boten, war extrem schade. Wir sehen das Miteinbeziehen aller interessierten Offenbacher Bürger bei Fragen, die ihren direkten Lebensraum betreffen, als elementar an und sprechen uns dafür aus, eine breitere Masse in zukünftige Beteiligungsforen miteinzubeziehen.

 

Transparente Stadtverwaltung (nach dem Prinzip: “open data“):

Wir freuen uns, dass sich die Stadt dem Thema „open data“ angenommen hat und statistische Daten per Applikation zugänglich macht. Neben der App und dem statistischen Jahrbuch sehen wir es als essenziell an, dass die Daten in Zukunft auch über eine eigene Homepage für Mensch und Maschine abrufbar sein sollten. Vor allem darf es den Daten nicht an Aktualität mangeln, d.h. Mitte 2015 müssen alle Daten von 2014 zugänglich sein.

 

Videoaufnahmen des öffentlichen Teils der Stadtverordnetenversammlung:

Blickt man momentan während der Stadtverordnetenversammlung in die Zuschauerreihen der Bieberer Turnhalle, sind diese zum Teil besser gefüllt, als die Ränge im Rathaus. Für Berufstätige, die Interesse an der Kommunalpolitik hegen, ist 17 Uhr keine realistische Zeit die Zuschauerränge der Stadtverordnetenversammlung zu füllen.

Allen Offenbachern sollte es möglich sein, über Zeitungsartikel hinaus, erfahren zu können, welcher Stadtverordnete welchen Wortlaut von sich gegeben hat. Auch Abstimmungsverhalten sollten öffentlich bekannt gemacht werden.

Deshalb sprechen wir uns dafür aus, die Stadtverordnetenversammlung auf Video aufzuzeichnen und die Videoaufnahme in der Woche nach der Stadtverordnetenversammlung auf offenbach.de zu veröffentlichen.

 

Ehrenamt:

 

Ehrenamtsforum:

Wir freuen uns, dass es in Offenbach eine tolle Vereinslandschaft gibt, die sich Jahr für Jahr auf dem gut besuchten Mainuferfest präsentiert. Ohne das Ehrenamt wäre ein Vereinsleben unmöglich. Ehrenamtlich Engagierte tragen einen Großteil für eine funktionierende Gesellschaft bei.

Uns ist es ein Anliegen den Dialog innerhalb der Offenbacher Vereinslandschaft weiter zu beleben. Im Rahmen vierteljährlicher Ehrenamtsforen sollten sich Vereine einander präsentieren und miteinander in Kontakt treten. Dies würde zur engeren Vernetzung Offenbachs Ehrenamtlicher beitragen und das Gelingen bzw. das Realisieren von gemeinschaftlichen Projekten verschiedenster Art fördern bzw. überhaupt erst ermöglichen.

 

Vereinsförderung:

Offenbach lebt vom Engagement seiner Vereine. Für uns ist es glasklar, dass Offenbachs Vereine auch in Zukunft von städtischer Seite aus, gefördert werden müssen.

 

Städtepartnerschaften:

 

Bürgerfeste mit Partnerstädten:

Eine Städtepartnerschaft zu unterhalten, bedeutet für uns eine aktive Beziehung zu einer Partnerstadt zu pflegen. Reine Rathausbesuche tragen nicht zur Völkerverständigung bei. Wir fordern aktive Bürgerfeste mit Delegationen aus Partnerstädten und eine Intensivierung von wirtschaftlichen, politischen und ehrenamtlichen Foren.

 

Verkehr und Mobilität:

 

Intelligentes Verkehrssystem und grundlegende Straßensanierungen:

In Offenbach muss man mit seinem Auto nicht nur an manch einer Ampel lange stehen und wieder neu anfahren, sondern auch aufgrund einiger Schlaglöcher häufiger die Bremse betätigen.

Häufiges Bremsen und Anfahren erhöht die verkehrsbedingten Emissionen.

Ein Blick in den Luftreinhalteplan des hessischen Umweltministeriums verdeutlicht, dass Offenbachs Messstellen konsequent eine Überschreitung des Grenzwerts von Stickstoffdioxid messen (verursacht durch Verkehrsabgase). Statt der Einhaltung des Grenzwerts von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter liegen die Offenbacher Messwerte zwischen 47,6 bis 54,6 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Unserer Ansicht nach ist ein intelligentes Verkehrssystem von Nöten, dass sich am Bedarf orientiert und dementsprechend vielbefahreneren Strecken längere Grünphasen beschert. Kürzere Ampelstandzeiten sind ein erster Schritt in Richtung der Reduzierung von verkehrsbedingten Emissionen.

Wir sprechen uns des Weiteren für Investitionen in die Offenbacher Straßen aus. Die Straßen rund um den von der Koalition gefeierten Wetterpark sind von Schlaglöchern übersät (u.a. auch vor der Kinder- und Jugendfarm, der Käthe-Kollwitz-Schule und der Theodor-Heuss-Schule) und bedürfen einer grundlegenden Sanierung. Oberflächliches Füllen der Schlaglöcher erfüllt nur einen temporären Effekt und kommt für uns nicht als dauerhafte Lösung in Frage. Das im November 2015 verabschiedete hessische Kommunalinvestitionsprogramm muss dafür genutzt werden, die „Krater“ in Offenbachs Straßen zu beseitigen.

 

Kostenloses Schülerticket:

In der noch laufenden Legislaturperiode scheiterten Anträge auf Prüfung der Einführung eines solidarisch finanzierten Bürgertickets bzw. auf Einführung eines 1-Euro Tickets. Durch die Koalition wurde letztlich ein eigener Antrag verabschiedet, der darauf abzielt, auf Finanzmittel des Landes Hessen zu warten. Hintergrund, der Hoffnung zum Spekulieren auf Finanzmittel Hessens macht, ist eine erfolgreiche Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen das Land Hessen aufgrund der schlechten Luft in Offenbach. Da die Mühlen der Bürokratie langsam mahlen, fordern wir die Prüfung auf Einführung eines kostenlosen Schülertickets (als Pilotprojekt für ein allgemeines Bürgerticket).

Warum fordern wir ein Schülerticket als Pilotprojekt?

Schüler verdienen im Allgemeinen noch kein eigenes Geld und ihnen sollte durch eine Busfahrt zur Schule ein sicherer Schulweg gewährleistet werden.

Die UN-Menschenrechtscharta führt unter Artikel 26 das Recht auf Bildung. Die Bildung ist nach Artikel 26 „unentgeltlich“.

Bildung hört nicht mit dem Läuten der Schulglocke auf. Die Fahrt zu einem Nachhilfelehrer, zu einem Freund am anderen Stadtende zum gemeinsamen Lernen, zu einem (Sport-)Verein, zur Volkshochschule oder einer Musikschule, sollte jedem Offenbacher Schüler ohne Kosten ermöglicht werden. Dazu zählen wir vor allem auch die Kinder, die während ihrer schulpflichtigen Zeit zu nah an ihrer Schule wohnen, um ihre Fahrtkosten zurückerstattet zu bekommen (3-km Regelung).

Durch ein kostenloses Schülerticket würde die Anzahl an Elterntaxen reduziert, was zu einer Reduktion der verkehrsbedingten Emissionen und zu weniger Verkehrschaos vor Schulen führen würde.

Sollte das Land Hessen Offenbach finanzielle Mittel für den öffentlichen Personennahverkehr zugestehen, muss es ebenfalls Ziel der Stadtverantwortlichen sein, der kontinuierlichen Ausdünnung des Fahrplans entgegenzuwirken.

 

Städtischer Nachtbus:

Jeder Offenbacher, der eine Abendveranstaltung besucht und danach noch gemütlich in einem Restaurant oder einer Bar den Abend Revue passieren lässt und auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, kennt das Problem, dass spätestens kurz nach 1 Uhr der letzte Bus vom Marktplatz abfährt. Wir fordern die Einführung eines städtischen Nachtbusses, der Freitag- und Samstagnacht zumindest die 101er Linie im halbstündigen Takt bis zur normalen Betriebsaufnahme um kurz nach 4 Uhr abdeckt.

 

Finanzen:

 

Finanzen:

Wir treten für ein zukunftsfähiges Offenbach ein. Durch wen wird die Zukunft Offenbachs repräsentiert? Durch die heutigen Kinder und Jugendlichen!

Nur Kinder und Jugendliche, die in ihrem Leben einen gewissen Lokalpatriotismus entwickeln und dementsprechend stolz auf unser aller Heimatstadt Offenbach sind, können langfristig in der Stadt gehalten werden.

Mit Blick auf soziale Medien ist zu erkennen, dass es bei Offenbachs Jüngsten Trend ist, Frankfurt als ihre Heimatstadt anzugeben.

Unserer Ansicht nach muss mehr in Offenbachs Kinder und Jugend investiert werden.

Schulsanierungen und den Ausbau an Kitaplätzen sehen wir als elementare und selbstverständliche Investitionen in Kinder und Jugend an. Sie sind ein notwendiger Anfang, doch noch lange kein ausschlaggebender Grund ein heimatverbundener Offenbacher Schüler zu sein.

Ein cooles Jugendcafé, ein Kulturpass für Kinder und Jugendliche und die Bereitstellung von Mitteln für mindestens zwei Veranstaltungen kultureller Art mit Zielgruppe Jugendliche pro Monat würden eine Menge zu einer gemeinschaftlichen Offenbacher Jugendkultur und einem Offenbacher Identitätsgefühl beitragen. Die Schaffung bzw. die Stärkung eines Offenbacher Identitätsgefühls würde der Offenbacher Gesellschaft von morgen einen gemeinsamen Nenner geben und engere Bande schweißen.

In Addition zum Thema Freizeit, sollte im Bereich Schulbildung ein verpflichtendes, nachhaltiges und flächendeckendes Berufsinformationsprogramm auf den Weg gebracht werden, das allen Offenbacher Schülern (unabhängig der Schulform) ihre Perspektiven aufzeigt.

 

Es muss Ziel sein, jeden verfügbaren städtischen Cent zweifach umzudrehen, um in Offenbachs Zukunft zu investieren.

Natürlich wird es in den kommenden Jahren weiterhin darum gehen, die mit dem Land Hessen getroffenen Schutzschirmvereinbarungen einzuhalten, jedoch gilt es für die städtischen Repräsentanten auf höherer Ebene Druck auszuüben, um weitere finanzielle Unterstützung durch Bund und Land zu erhalten. Es kann nicht angehen, dass die von Bund und Land auferlegten Pflichten Offenbach immer tiefer in die Schuldenkrise stürzen.

Die Reform des kommunalen Finanzausgleichs und das hessische Kommunalinvestitionsprogramm werden Offenbach nicht aus der Schuldenkrise führen.

 

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